Wird das Gemeinwohl wirksam geschützt?

Suleika Reiners, Mitglied von Finance Watch, hat  einen guten Gastbeitrag zur notwendigen EU-Finanzmarktreform in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht.

Sie zeigt anhand mehrerer Beispiel Regulierungslücken auf und plädiert ganz klar dafür, die Eigenkapitalquote für Banken zu erhöhen. Die derzeitigen Vorgaben reichen nicht aus, das Gemeinwohl vor möglichen Missständen des Finanzsektors zu schützen.

Anlass des Artikels ist eine öffentliche Anhörung der EU-Kommission über die bisherige Finanzmarktreform am heutigen Tag in Brüssel. Die Branche klagt über eine zu grosse Regulierungslast.

Hier geht es zu ihrem Beitrag: Fit für eine wirksame Finanzmarktreform.

 

Barbara Bohr, 17.05.2016 (ebenfalls Mitglied bei Finance Watch)

Vernissage: Tsüri verändern

Das Buch des Netzwerks „Kulturbande“ zum kulturellen Wandel in Zürich ist fertig. Teresa, Patrick (Herausgeber) haben zusammen mit Marius (Grafik) und Roshan (Fotos) Portraits von 51 Menschen, die sich durch Initiativen, Projekte oder Aktionen an der Veränderung der Gesellschaft beteiligen, dokumentiert.

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von links nach rechts: Patrick, Marius, Teresa, Roshan (©Kulturbande)

Auch die Vorbänker sind dabei!

Das Buch „Tsüri verändern“ wird am 25.05.2016 ab 19 Uhr in der Photobastei (Sihlquai 125, Zürich) vorgestellt. Die Vernissage ist öffentlich. Interessierte sind herzlich willkommen.

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Das Buch kann bereits jetzt über den Webshop bestellt werden. Geliefert wird es ab Juni 2016. Im Buchhandel erscheint das Buch ab Juni 2016.

Barbara Bohr, 09.05.2016

 

 

 

Event-Tipp Uni Zürich: Microfinance Day, 19.04.2016

Am 19.04.2016 findet der erste Mi-Fi-Day an der Universität Zürich statt. Der Event geht der zentralen Frage nach, ob Mikrokredite und andere Finanzdienstleistungen nachhaltig Armut bekämpfen, und kann daher als Einführung in die Thematik gesehen werden.

Die Studierendenorganisation «Mifi» richtet den Anlass erstmalig aus. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, den Dialog zwischen Studierenden und der Welt der Mikrofinanz zu verstärken.

Das Programm für den 19. April 2016 umfasst eine Messe, in der sich mehrere Schweizer Akteure vorstellen, einen Einführungsvortrag, mehrere Workshops und eine Podiumsdiskussion. Ich werde die Diskussion moderieren.

 

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Die Event-Sprache ist Englisch.

Barbara Bohr, 15.04.2016

 

“I don’t care if it’s legal, it’s wrong”: Panama Papers show taxation is a core corporate responsibility issue

Guter Beitrag – auch wenn’s auf unserem Blog inhaltlich nichts Neues ist, lohnt es sich, den Leitsatz dieses Textes immer wieder vor Augen zu führen: “I don’t care if it’s legal, it’s wrong”.

Friends of the OECD Guidelines for Multinational Enterprises

By Roel Nieuwenkamp, Chair of the OECD Working Party on Responsible Business Conduct

“I don’t care if it’s legal, it’s wrong.” This quote from US President Obama about tax avoidance illustrates the shift in thinking about tax from issues from a strictly legal perspective to the domain of corporate responsibility.

Global tax avoidance has been attracting increasing attention and ire over the past few years. In the UK public outrage over tax avoidance has been very visible, several years back company executives of the world’s largest MNE were publically scrutinized over tax avoidance issues. In the midst of the financial crisis EU countries like Greece and Portugal were furious to learn that their multinational enterprises paid almost no taxes because of fiscal arrangements involving the same jurisdictions that had put pressure on them to implement severe austerity packages. In developing countries tax base erosion and profit shifting (BEPs) has likewise…

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Berechenbares Vertrauen

Die Roboter, einst eine Erfindung der Literatur, dringen in unseren Alltag ein. Sie zählen unsere Schritte. Sie bringen uns sicher an jeden Ort. In Texten korrigieren sie automatisch unsere Fehler.

Ob uns Roboter zukünftig auch in Geldangelegenheiten gut beraten können, war Thema meines Artikels in der letzten Ausgabe der „Moneta“. Der Text – als Einstiegslektüre für Bankkunden gedacht – ist hier nachzulesen.

buchcover-roboterberater-800Für den Artikel habe ich übrigens Christian Rieck, Professor für Finanzwirtschaft an der Frankfurt University of Applied Sciences, interviewt. Er hat ein sehr unterhaltsames und informatives Buch zum Thema geschrieben: „Können Roboter mit Geld umgehen?“, lesenswert.

 

 

 

 

 

Barbara Bohr, 10.04.2016, Der Text ist unter dem Titel „Der ‚Robo‘ weiss es besser“ in der Ausgabe 01/2016, S. 6-7, der Moneta – Zeitung für Geld und Geist erschienen.

Required: Grameen Foundation Fellow for Manila

As a volunteer at Bankers without Borders I received an invitation to apply or circulate the following opportunity.

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The Grameen Foundation is looking for a Global Financial Services Fellow to work in Manila (Philippines). This person will work closely with the Global Director of Financial Services to support the implementation of the financial services vision and activities across Grameen Foundation. The Fellow will assist with activities that include, but are not limited to, the development of local market financial services strategies driven by Grameen Foundation’s global strategy; conducting research and analysis to develop global concepts for Grameen Foundation’s financial services team to pursue; and crafting thought leadership pieces based on internal cross-market learnings or external market-based analysis.

Requirements:

  • At least 3 years management consulting experience
  • Experience in financial services
  • Ability to work across global teams and work with ambiguity
  • Commitment to Grameen Foundation’s mission
  • Ability to synthesizing large amounts of information into key lessons learned preferred
  • Skills in strategy, analytics, and writing preferred
  • International experience or development experience a plus, but not required

Estimated start date is: 09/06/2016. All Fellows receive living stipends, group orientation, and ongoing professional development support.

Here you can find the detailed application instructions. Good luck! The Grameen Foundation Fellowship program is an excellent way to broaden your knowledge in financial services by fighting poverty at the very same time.

 

Der Fair Finance Guide Deutschland ist live!

Nach den Niederlanden, Belgien, Schweden, Frankreich, Japan, Brasilien und Indonesien hat nun auch Deutschland einen Fair Finance Guide. Der Fair Finance Guide Deutschland ist eine Website, die die soziale und ökologische Performance der wichtigsten Banken Deutschlands offenlegt. Die Bewertung findet dabei alleine auf öffentlich zugänglichen Dokumenten statt, in denen die Banken sich zu sozialem und ökologischem Verhalten verpflichten. Selbstverpflichtung auf Papier ist eine Sache. Zusätzlich untersuchen die Analysten eshalb, ob sie Praxisfälle der jeweiligen Banken ausfindig machen können, in denen gegen die eigenen Richtlinien verstossen wurde. Diese zusätzlichen Ergebnisse haben jedoch keinen Einfluss auf die Bewertung, die auf der Grundlage des International Fair Finance Guide vorgenommen wurde.

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Ergebnisse der Banken im Überblick, Stand: 16.03.2016

Dass GLS-Bank und Triodos-Bank die Rangliste anführen, überrascht wenig. Für sie ist Nachhaltigkeit nicht nur ein Marketingthema, sondern Kernelement des Geschäftsmodells. Dass Deutsche Bank und zwei exemplare zentrale Einheiten des Sparkassen- bzw. Genossenschaftssektors in der Praxis von dem abweichen, was sie sich intern vornehmen, mag auch wenig überraschend sein. Die Platzierung der katholischen Pax-Bank als Schlusslicht des Rankings fällt jedoch auf. Dies liegt vor allem darin, so die Analysten des FFG, weil die christliche Ethik des Unternehmens zwar omnipräsent ist, nicht aber als Grundlage für entsprechende Entscheidungen taugt. Das heisst, der Ethik-Kodex ist nicht operationalisiert worden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bank in kontroverse Unternehmen investiert oder sie finanziert, obwohl sie anderslautende ökologische und soziale Selbstverpflichtungen formuliert hat.

Leider finden Kunden, die ihr Konto bei einer regionalen Bank oder Sparkasse haben, keine direkte Bewertung ihres Instituts auf der Website. Ein Rückschluss der Bewertungen von DZ-Bank oder LBBW auf die Einschätzung der eigenen Bankverbindung erscheint nicht ganz angemessen, da diese Institute teilweise sehr spezielle Aufgaben und damit andere Geschäftsziele verfolgen. Dennoch können auch Kunden der Sparkassen und Genossenschaftsbanken die vorliegenden Bewertungen zum Anlass nehmen, sich bei ihren Banken über die Ergebnisse der jeweiligen Spitzeninstitute zu beschweren. Schliesslich gehören diese mehrheitlich den lokalen Bankorganisationen. Als Miteigentümer sollten sie im Namen ihrer Kunden die Einhaltung der Richtlinien einfordern.

Denn darum geht es den Organisatoren der Website: Bankkunden sollen aktiv werden und die Bewertung nutzen, um zu sehen, ob sie mit ihrer Bankverbindung eine gute Wahl getroffen haben. Falls nicht, können sie sich bei ihrer Bank für die Einhaltung ökologischer und sozialer Kriterien bei Geschäftsentscheidungen einsetzen. Ändert die Bank nichts, erhalten Kunden eine kleine Checkliste, wie sie ihre Bank wechseln können.

Danke an @Bankstil für den Hinweis via Twitter.

Barbara Bohr, 16.03.2016

 

 

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